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Anonyme Beisetzung – ein Fehler?!

Grabfeld für anonyme Beisetzungen

Anonyme Beisetzungen liegen im Trend. Warum ist das so? Wir gehen der Frage nach. Zu aller erst muss aber geklärt werden, was eine anonyme Beisetzung eigentlich ist.

Per se ist eine anonyme Beisetzung eine Beisetzung bei der die Grabstelle zwar dem Friedhofsamt, aber nicht den Hinterbliebenen bekannt ist. In den allermeisten Fällen handelt es sich hierbei um eine Urnenbeisetzung der eine Einäscherung voraus geht.

Ursachen

Meist wird der Wunsch von Älteren geäußert. Diese haben die Erfahrung gemacht, dass die Kosten für eine Erdbestattung sowohl von den eigentlichen Beisetzungskosten als auch den nachgelagerten Pflegekosten während der Ruhezeit des Grabes recht hoch sind.

Durch die Mobilität unserer Gesellschaft wohnen die direkten Angehörigen, die sich um das Grab kümmern, nicht mehr in unmittelbarer Nähe. Besuche am Grab sind daher seltener. Gleiches gilt für die Pflege.

Durch den stufenweisen Wegfall des Sterbegeldes ab dem 01.01.2004 bis Ende 2013 ist die finanzielle Belastung der Hinterbliebenen gestiegen. Viele können sich eine nicht anonyme Beisetzung einfach nicht mehr leisten.

Missverständnisse

Für die Allermeisten, die diese Form der Beisetzung präferieren, ist eine anonyme Beisetzung gleichgesetzt mit geringen Kosten und keine Pflege für das Grab.

Aber, seinen eigenen Tod stirbt man nur, die Angehörigen müssen mit dem, was beispielsweise in einer Bestattungsvorsorge festgelegt wurde, leben. Wir versuchen daher in einem persönlichen Gespräch zu ergründen welche Beweggründe es für das anonyme Grab gibt. Weiterhin sollten die Angehörigen über die eigene Entscheidung der Grabwahl informiert werden. In der Regel sind diese mit einer anonymen Beisetzung nicht einverstanden, da diesen der Bezugspunkt zur Trauerbewältigung, das Grab, fehlt.

Alternativen zu anonymen Beisetzung

Wenn der Grund für eine anonyme Beisetzung der anfallende Pflegeaufwand ist, gibt es entsprechend alternative Formen der Beisetzung. So ist beispielsweise die Beisetzung der Asche in der Urnenwand, in einem Gemeinschaftsgrab, im Memoriamgarten, auf See oder am Baum eine Alternative.

Die Urnenwand, ein Beispiel für ein Grab ohne Pflegeaufwand.
Die Urnenwand, ein Beispiel für ein Grab ohne Pflegeaufwand.

Einige Friedhöfe versuchen den steigenden Trend zu brechen, indem diese keine anonyme Felder mehr anbieten. Andere bieten Gräber an, die genauso teuer sind wie eine anonyme Beisetzung und ebenfalls keinen Pflegeaufwand beinhalten.

Empfehlung

Werden Sie sich darüber klar, was der Beweggrund für Ihre Entscheidung ist und sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber. Weiterhin holen Sie sich bei uns Informationen über entsprechende Alternativen. Wir klären Sie über die Vor- und Nachteile der einzelnen Grabarten umfassend auf.

2 Kommentare

  1. Ich habe mich vor 2 Jahren auch entschlossen, Anonym beisetzten zulassen, wegen der Pflegel der Hinterbliebenen.
    Jetzt habe ich mich entschlossen in den Memoriamgarten beisetzten zulassen.
    Weil meine Kinder einen Platz zum Trauen brauchen und die Pflege wegfällt .
    Mir gehts auch besser so jetzt.
    Zumal mich das Bestattungsinstitut Wächter von Anonymen Bestattung zwar nicht abgeraten hat, aber sehr an die hinter bleibenden dachte.
    Dafür bin ich ihnen sehr dankbar,2 Jahre danach , habe mich dann unentschieden.
    Für den Memoriamgarten.

    Danke an Bestattungsinstitute Wächter
    Fühle mich da gut beraten und auch später mal gut aufgehoben .

    1. Hallo Frau Pittorf,

      wir würden uns wirklich freuen, wenn mehr auf uns hören würden. Dies würde manchen Angehörigen späteres Leid ersparen. Denn von der anonymen Beisetzung führt kein Weg zurück zu einem normalen Grab.

      Um so mehr freut uns Ihr Umdenken.

      Bleiben Sie gesund.

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