DIE RICHTIGEN WORTE IN EINER SCHWIERIGEN SITUATION

Trauersprüche​

Trauersprüche – Trost und Würdigung

Bei einem Trauerfall, der die Psyche schwer belastet, ist es oft nicht möglich, eigene Worte zu finden, die das ausdrücken, was man empfindet. Dafür gibt es Trauersprüche, die das übernehmen. Mit einem Zitat, das in wohl formulierter Form Trauer und Tod thematisiert, kann der Verstorbene würdevoll verabschiedet werden. Trauersprüche sind somit keine leeren Phrasen, sondern dienen dazu, den Angehörigen in schweren Stunden Trost zu spenden und den Verstorbenen angemessen zu würdigen.

Trauersprüche zur Anteilnahme

Die passenden Worte bei einem Trauerfall wollen einem nicht recht einfallen oder man hat das Gefühl, dass das, was man sagen will, dem Anlass nicht gerecht wird. Häufig entscheidet man sich dann für Standardsätze wie „Zum Abschied“ oder „Als letzten Gruß“ – Sätze, die man häufig auf dem Schleifentext eines Kranzes wiederfindet. Die eigenen Trauersprüche kommen zwar von Herzen und sind auch so gemeint, doch hätte man mit mehr Inspiration noch so viel mehr ausdrücken können

Die richtigen Worte finden

Natürlich ist es nie einfach, die richtigen Worte zum Abschied eines geliebten Menschen zu finden; die Ansprüche sind hoch. Unsere Aufgabe ist es, Sie zu inspirieren, damit es Ihnen leichter fällt, sich für einen Text zu entscheiden, der zu Ihnen und dem Verstorbenen passt. Unsere Texte stellen selbstverständlich nur eine kleine Auswahl dessen dar, was möglich ist. Im Optimalfall wählen Sie Ihren persönlichen Text, bei dessen Erstellung wir Ihnen gerne zur Seite stehen.

Kurzanleitung Kondolenzen

Hier finden Sie unser Merkblatt „Kondolenzschreiben – Wie geht das?“ zum Herunterladen.

Trauersprüche – einige Beispiele

Philosophische Trauersprüche
Ich bin von euch gegangen nur für einen kurzen Augenblick und gar nicht weit. Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin, werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt. (Laotse)
Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge. (Arthur Schoppenhauer)
Es ist das Beste, ein kleines Licht zu entzünden, als über die große Dunkelheit zu klagen. (Konfuzius)
Denk dir ein Bild - weites Meer. Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel, und gleitet weit hinaus in die offene See. Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es. Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen.“ Ein anderer sagt: „Es kommt.“
Es ist Zeit, dass wir gehen. Ich, um zu sterben, und ihr, um weiterzuleben. (Sokrates)
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)
Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel wird. (Franz Kafka)
Was man tief in seinem Herzen trägt, kann man durch den Tod nicht verlieren.
Ich geh zu denen, die mich liebten, und warte auf die, die mich lieben.
Nur durch die Hoffnung bleibt alles bereit, immer wieder neu zu beginnen. (Charles Peguy)
Der Mensch, den wir liebten, ist nicht mehr da, wo er war, aber er ist überall, wo wir sind und seiner gedenken. (Augustinus)
Mütter sterben nicht, gleichen alten Bäumen. In uns leben sie und in unseren Träumen. Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht, zieht ihr Leben in unserem Kreise. Mütter leben fort auf ihre Weise.
Moderne Trauersprüche
Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und der Trost für alle.
Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe. (Anne Morrow Lindbergh)
Ihr sollt nicht um mich weinen. Ich habe ja gelebt. Der Kreis hat sich geschlossen, der zur Vollendung strebt. Glaubt nicht, wenn ich gestorben, dass wir uns ferne sind. Es grüßt euch meine Seele als Hauch im Sommerwind. Und legt der Hauch des Tages am Abend sich zur Ruh, send ich als Stern vom Himmel euch meine Grüße zu.
Sag nicht, dass die Toten tot sind. Etwas von ihrem Wesen lebt weiter in ihren Nachkommen. (Weisheit des Ostens)
Mutig und kämpferisch, als noch Hoffnung war. Mutig und gelassen, als keine Hoffnung mehr war.
Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.
Der Tod kann auch freundlich kommen zu Menschen, die alt sind, deren Hand nicht mehr festhalten will, deren Augen müde wurden, deren Stimme nur noch sagt: „Es ist genug. Das Leben war schön.“
Ich bin dann mal weg.
Traurig, ihn verloren zu haben, erleichtert, ihn erlöst zu wissen, dankbar, mit ihm gelebt zu haben.
Wenn sich alles in Kreisen bewegt, dann gehst du links und wir gehen rechts. Und irgendwann kreuzen sich unsere Wege - dann, wenn wir uns wiedersehen. (nach J. Oerding)
Mit dem Tod eines geliebten Menschen verliert man vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit.
Weltliche Trauersprüche
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.
Das Leben ändert sich mit dem, der neben einem steht, aber erst recht mit dem, der plötzlich neben einem fehlt. Unsere Liebe bleibt für immer.
Gedanken, Augenblicke, sie werden uns immer an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und uns dich nicht vergessen lassen.
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserem Leben, drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.
Gestern warst du noch bei uns: mit deinen Worten, mit deiner Liebe, mit deiner Hilfsbereitschaft. Heute bist du bei uns: in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. Morgen wirst du bei uns sein: In Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
Eigentlich war alles selbstverständlich, dass wir miteinander sprachen, gemeinsam nachdachten, zusammen lachten, weinten, stritten und liebten. Eigentlich war alles selbstverständlich - nur das Ende nicht -.
Den Weg, den du vor dir hast, kennt keiner. Nie ist ihn einer gegangen, wie du ihn gehen wirst. Es ist dein Weg.
Nie erfahren wir unser Leben stärker, als in großer Liebe und tiefer Trauer. (Rainer Maria Rilke)
Beim Abschied wird uns oft erst klar, wie kostbar jeder Mensch doch war.
Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde. (Anselm von Canterbury)
Kirchliche Trauersprüche
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. (Dietrich Bonhoeffer)
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein! (Jesaja 43, 11)
Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heißt. (Romano Guardini)
Der Tod ist das Tor zum Licht, am Ende eines mühsam gewordenen Weges. (Franz von Assisi)
Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und ich verlasse dich nicht. -Josua 105-
Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herren ziehe. -Moses 24,56-
Ihr habt jetzt Traurigkeit, ich werde euch aber wieder sehen und euer Herz wird sich freuen. -Johannes 16,22-
Herr, in deine Hände sei Anfang und Ende gelegt. -Psalm 90-
Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand. -Auszug aus d. Gedicht v. Arno Pötzsch-
Wo der Geist Gottes wirkt, da ist Freiheit. -2. Korinther 3,17-